Glück und Gefahr: die Macht der sozialen Medien

05.10.2018: Kann Mark Zuckerberg Facebook reparieren, bevor es die Demokratie zerstört? Unter dieser Überschrift beschreibt ein äußerst empfehlenswerter Artikel aus „The New Yorker“ den Unternehmer Mark Zuckerberg, den Einfluss von Facebook auf unsere Gesellschaft und die Macht von Big Tech - Themen, die jeden Kommunikationsexperten angehen.

Mit Facebook hat Mark Zuckerberg etwas Großes geschaffen. Wäre Facebook ein Land, hätte es die größte Bevölkerung der Welt. Wachstum war und ist die oberste Prämisse des Unternehmers und seines Unternehmens. Wenn allerdings Quantität vor Qualität gehen, kommen die Datensicherheit und die Qualität der Inhalte zwangsläufig zu kurz – sowie die ehrliche Reflektion der eigenen Macht auf das Verhalten der Menschen. Diese Kräfte können zu zweifelhaften Zwecken zugeführt werden, wie die Skandale um Facebook in der letzten Zeit gezeigt haben. im Skandal um eine vermutete russische Einflussnahme auf die US-Wahlen 2016 musste Facebook bei mehreren Anhörungen dem amerikanischen Kongress Rede und Antwort stehen.   

Die Politiker sind nach Jahren der großzügigen Handhabe angesichts der Macht der Firmen mittlerweile misstrauisch geworden. Die Internet-Unternehmen im Silicon Vally, die als Vorhut des amerikanischen Erfindungsreichtums galten, werden deutlich kritischer gesehen und mit den Monopolisten des vergoldeten Zeitalters verglichen. Vor einigen Jahren hat Facebook daher sein Motto "Move fast and break things" in das entschieden weniger glamouröse "Move fast with stable infrastructure" geändert. Die enorme Überzeugungskraft von Facebook hat Glück, aber auch Gefahr gebracht. Um weitere Krisen zu vermeiden, muss Mark Zuckerberg sich damit abfinden, dass er jetzt ein Beschützer des Friedens ist und nicht mehr ein Störer.

Viel Spaß beim Lesen des langen, aber überaus lohnenswerten Artikels!

Gitta Rohling

P.S. Dank an den Fotografen @rawpixel von www.unsplash.com

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