So entstehen smarte Medien und Texte!

17-01-2017: Am vorletzten Tag habe ich es noch in die wunderbare Ausstellung von Illustrator Christoph Niemann in der Galerie Stihl geschafft. Auf einer riesigen Wand beschrieb er nicht nur seine Zweifel bei der Arbeit und die Lösungen, die er dafür hat, sondern auch, wie seine Ideen entstehen. Besonders angetan hat es mir seine Aussage, Einfachheit heiße, etwas sehr Komplexes zu schaffen und dann die überflüssigen Elemente wegzuhobeln, bis die Essenz übrig bleibe. 

Ebenso entstehen smarte Medien und Texte in der Unternehmenskommunikation. Zunächst gilt es, so viel Input wie möglich zu sammeln, um ein möglichst genaues Bild vom Thema zu bekommen. Dann muss man so viele Ideen wie möglich sammeln, um ein passendes Konzept zu kreieren. Und ganz am Schluss wird "weggehobelt", bis genau die Inhalte und Ideen, die die Zielgruppe begeistern, übrig geblieben sind.

Der Mathematiker und Autor Gunther Dueck hat das ebenfalls anhand eines Koordinatensystem sehr schön erklärt: Zeigt die X-Achse die Kompliziertheit und die Y-Achse die Eleganz einer Lösung, so ist es ganz oben in der Mitte "perfekt, aber unverständlich", ganz rechts unten dagegen "genial einfach".

Der Weg zur genialen Einfachheit führt allerdings immer über die Komplexität. Und er ist nicht einfach. Christop Niemann schrieb in der Ausstellung, dass man manchmal erst nach dem Zusammenstutzen, wenn man die Idee klar sehe, feststelle, dass sie nicht besonders gut war. Wie hat es der spanische Autor Enrique Jardel Poncela gesagt? „Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben.“ Wir unterstützen Sie auf diesem Weg!

Gitta Rohling

TECH TALKS www.tech-talks.de
Link zum Artikel: /blog/ideen-smart-aufbereiten/